Nach CETA – Das Handelsabkommen zwischen EU und Vietnam

EU Vietnam HandelsabkommenEin Handelsabkommen zwischen der EU und Vietnam wird voraussichtlich Möglichkeiten zur strategischen Entwicklung Vietnams und neue Marktlücken für europäische Unternehmen schaffen. Das Abkommen ist jedoch von etwa 20 Abkommen der ‚neuen Generation‘, die die EU zurzeit aushandelt, von denen CETA das erste ist, das vom Europäischen Parlament ratifizierte wurde.

Daher entspricht das Handelsabkommen zwischen EU und Vietnam den Eigenschaften eines „gemischten Abkommens“. Das bedeutet, dass es nicht nur auf die klassischen Handelsfragen, die ausschließlich im Kompetenzbereich der EU liegen, beschränkt ist, sondern auch Investitionen, insbesondere durch die Investoren-Staat-Schiedsklausel, und sozialstaatlichen und Umweltbestimmungen behandelt, welche in die Zuständigkeit der Mitgliedsstaaten fallen. Das grundlegende Problem dieser Art eines Abkommens besteht darin, dass es durch die Schiedsgerichte durchsetzbare Rechte für ausländische Investoren zusichert, aber keinen Sanktionsmechanismus für die Nichtbefolgung sozialer und Umweltschutznormen bietet. Außerdem wurde keine Bewertung des Einflusses auf die Menschenrechte durchgeführt. Daher muss eine Anzahl an Bedingungen erfüllt werden, bevor eine Entscheidung, über die Unterzeichnung oder Ratifizierung  gefällt wird.

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