Es gibt schon ein TTIP, und das heißt CETA! Alternative Nobelpreisträgerin Maude Barlow in Wien

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Datum/Zeit
Date(s) - 16.11.2015
18:30 - 20:30

Veranstaltungsort
VHS Ottakring

Kategorien


Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises, Maude Barlow aus Kanada kommt nach Wien. Gemeinsam wollen wir diskutieren, welche Erfahrungen Kanada mit TTIP, CETA und den sogenannten Klagerechten für Konzerne (ISDS) gemacht hat.

Schon seit 20 Jahren ist das nordamerikanische Freihandelsabkommen zwischen der EU, Kanada und Mexiko (NAFTA) in Kraft. Für Kanada hatte dieses Abkommen katastrophale Folgen: hunderte Klagen von Konzernen gegen den kanadischen Staat in den Bereichen Umweltschutz, Fracking und öffentliche Dienstleistungen. Viele Arbeitsplätze gingen verloren, weil amerikanische Firmen ihre Produktion in weniger kostenintensive Gebiete verlagerten.

CETA und TTIP gehen in Teilen sogar noch weiter als NAFTA und greifen noch tiefer in den Gestaltungsspielraum von Parlamenten ein. Außerdem enthalten beide Abkommen das Klagerecht für Konzerne und öffnen somit global agierenden Firmen beiderseits des Atlantiks (Stichwort: Tochterfirmen) Tür und Tor für Klagen gegen Sozialgesetze, Umweltschutz, Rechtsstaatlichkeit und Landwirtschaft.
Maude Barlow wird erzählen, welche konkreten Auswirkungen NAFTA auf Kanada hatte; aber auch, wo CETA gerade steht, wie das Abkommen in Kanada gesehen wird und an welchen Punkten sich Widerstand in der Zivilgesellschaft regt. Gemeinsam mit uns wird Maude Barlow überlegen, wie wir diesem Abkommen begegnen können.

Vortrag auf Englisch mit deutscher Übersetzung

Hier geht es zur Veranstaltung auf Facebook.

Zur Person: Maude Barlow

Die Frauenrechtlerin und Umweltschützerin Maude Barlow setzt sich für eine gerechte Handelspolitik und den Schutz der globalen Wasserreserven ein. Sie hat den Council of the Canadians gegründet, die größte zivilgesellschaftliche Organisation Kanadas, und ist aktives Mitglied des Forum on Globalisation. 2005 erhielt Maude Barlow den alternativen Nobelpreis (Right Livelihood Award). Maude Barlow war federführend bei der Arbeit an der Verfassung von Uruguay, in der zum ersten Mal das Menschenrecht auf Wasser in einer Verfassung festgeschrieben wurde, und hat Ähnliches in der UN und verschiedenen internationalen Organisationen initiiert. Sie ist Autorin von dutzenden Studien und hat 17 Bücher veröffentlicht, das jüngste erschien 2014 unter dem Titel „Blaue Zukunft: Das Recht auf Wasser und wie wir es schützen können“. Weiters hat sie zu Themen wie Recht auf Handelspolitik, Globalisierungskritik, Schutz öffentlicher Dienstleistungen und globale Armut gearbeitet.


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