5. TTIP und Umwelt – total abgefrackt!

Fracking versus Energie-Wende

Schiefergasbohrungen, auch Fracking genannt, sind seit einigen Jahren auch in Österreich ein Thema. Die Folgen dieser Technologie, die mit umweltgefährlichen Chemikalien Erdgas oder Erdöl aus tiefen Bodenschichten holt, zeigen sich in den USA bereits in verheerenden Bildern. Mehrere tausend Quadratkilometer Land sind durch Fracking unbrauchbar und unbewohnbar geworden. In der EU haben derzeit zwei Länder ein Fracking-Verbot verhängt, acht zumindest ein Moratorium. Österreich legt Fracking-Vorstößen Umweltverträglichkeitsprüfungen in den Weg. Der Widerstand wächst auch in den USA. In sieben Bundesstaaten gibt es bereits ein ganzes oder teilweises Verbot von Fracking. Doch die USA machen Druck auf die EU, Fracking einerseits auszubauen, andererseits mehr dieser „schmutzigen Energie“ zu importieren.

Erschwerte Energiewende

Die notwendige Energie-Wende und der Ausbau erneuerbarer Energien werden durch TTIP erschwert. Energiekonzerne klagen jetzt schon Staaten, die aus Fracking aussteigen wollen. Durch TTIP werden diese Klagen noch erleichtert. Die USA setzen gerade massiv auf Fracking und lassen damit die Erdölpreise in den Keller rasseln. Damit sind auch die Klimaziele zur Reduktion der Erderwärmung in Gefahr. Eine gemeinsame Strategie zum Umstieg auf erneuerbare Energie ist nicht in Sicht.

Deswegen engagiert sich GLOBAL 2000 gemeinsam mit vielen anderen Organisationen im Aktionsbündnis TTIP STOPPEN gegen TTIP, CETA und Co und ruft zum globalen Aktionstag am 18. April 2015 auf!

Dieser Beitrag stammt von GLOBAL 2000.

GLOBAL 2000 (Friends of the Earth Austria) arbeitet seit 1982 zu brisanten gesellschaftlichen Themen und deckt deren mögliche Gefahren für Mensch und Umwelt auf. Als aktiver Teil von Friends of the Earth International (FOEI) setzt sich die Organisation für eine intakte Umwelt, eine zukunftsfähige Gesellschaft und nachhaltiges Wirtschaften ein.


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